Viele Menschen mit Diabetes fasten im Monat Ramadan, ohne zu zögern und oft ohne ihre Krankheit ausreichend zu berücksichtigen, da sie die spirituelle Verantwortung des Nicht-Fastens bedenken. Allerdings kann das Fasten insbesondere für schwer an Diabetes erkrankte Personen ein Risiko darstellen, da es zu einer sogenannten Hypoglykämie kommen kann, also zu einem gefährlich niedrigen Blutzuckerspiegel.
Auf der anderen Seite ist nicht zu leugnen, dass das Fasten im Ramadan aufgrund des Gehorsams gegenüber dem göttlichen Gebot ein spirituelles Wohlbefinden hervorruft, welches auch eine beruhigende Wirkung haben kann.
Für Diabetiker, die fasten können, gelten bestimmte Grundsätze und Kriterien. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Männliche Diabetiker sollten über 20 Jahre alt sein; es sollte sich also um eine Form von Diabetes handeln, die im Erwachsenen- oder höheren Alter auftritt.
• Weibliche Diabetikerinnen über 20 Jahre sollten weder schwanger sein noch stillen.
• Das Körpergewicht der Person sollte normal oder leicht erhöht sein.
• Es sollten keine starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels, keine Hypoglykämie (Unterzuckerung) und keine Infektionen vorliegen.
• Es sollten keine weiteren schwerwiegenden Erkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder Nierensteine vorhanden sein.
• Der Körper sollte auf diätetische Maßnahmen positiv reagieren.
• Der Körper sollte auf medikamentöse Behandlungen ansprechen.

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