Das Gebet (Ṣalāh), das zu den grundlegenden Pflichten des Islams gehört, ist für jeden Muslim verpflichtend (farḍ). Es wird als die Säule der Religion, das Wesen und die Grundlage der gottesdienstlichen Handlungen beschrieben. Gleichzeitig ist es eines der wichtigsten Mittel, durch das der Mensch sich Allah nähert; sein spiritueller Ursprung wird mit der Himmelsreise des Propheten (Miʿrādsch) in Verbindung gebracht.

Auch wenn das Unterlassen des Gebets als eine große Sünde gilt, stellt es keine besondere Voraussetzung (šarṭ) für die Gültigkeit des Fastens dar. Daher bleibt das Fasten einer Person, die nicht betet, dennoch gültig (ṣaḥīḥ).

Gebet und Fasten sind zwei unterschiedliche Formen der Anbetung und bringen jeweils eigene religiöse Verpflichtungen mit sich.

 

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